Wie stark schmälern Depotkosten und Fondsgebühren die Rendite?

Schon ein Unterschied von rund einem Prozentpunkt bei den laufenden Kosten kann das Endkapital über 20 bis 30 Jahre um mehrere Tausend Euro verringern, weil sich der Kostennachteil wie ein umgekehrter Zinseszinseffekt Jahr für Jahr aufbaut. Dieser eine Prozentpunkt wie auch die konkreten Zahlen weiter unten sind eine typische Bandbreite zur Veranschaulichung und keine Prognose für ein bestimmtes Produkt.

Drei Kostenarten wirken zusammen: die laufenden Fondskosten, meist als Gesamtkostenquote oder TER angegeben, die Depotführungsgebühr der Bank oder des Brokers, und bei manchen Fonds ein einmaliger Ausgabeaufschlag beim Kauf. Alle drei mindern die tatsächliche Rendite unabhängig davon, wie gut sich der zugrunde liegende Markt entwickelt.

Ein Rechenbeispiel mit der Zinseszinsformel macht die Größenordnung greifbar: 10.000 € wachsen bei einer angenommenen Bruttorendite von 7 % pro Jahr über 25 Jahre auf rund 51.800 €, wenn nur 0,2 % TER pro Jahr abgehen (netto 6,8 %). Ziehen stattdessen 1,5 % TER ab (netto 5,5 %), bleiben nur rund 38.100 € übrig – ein Unterschied von etwa 13.700 €, allein durch die Kostenquote. Auch das ist eine typische Bandbreite zur Veranschaulichung, keine Prognose für ein bestimmtes Produkt oder einen bestimmten Anbieter.

Der Zinseszinsrechner und der Sparplanrechner rechnen bewusst brutto, also ohne Kosten und ohne Steuern – beides zusammen erklärt, warum die Rendite auf dem Papier oft höher aussieht als das, was am Ende ankommt. Diese FAQ ersetzt keine Anlageberatung, keinen Produkt- oder Anbietervergleich und keinen Netto-Kostenrechner, den FinanzTools nicht anbietet. Steuern und Inflation verstärken diesen Kosteneffekt zusätzlich – die FAQ Wie berechnet man die Rendite nach Steuern und Inflation? rechnet beide Schritte vor.

Quellen

  • Cost of Investment Products

    European Securities and Markets Authority (ESMA)PrimärquelleStützt die Aussage, dass einmalige und laufende Kosten die Nettorendite mindern. Konkrete Prozentwerte sind Rechenszenarien, keine Produktprognosen.Abruf: 30.08.2026